Orth Kluth im JUVE Handbuch 2014/2015

Nationaler Überblick Top 50

“Bewertung: Langsames Wachstum ist bei Orth Kluth passé. Im letzten Jahr hat sie die Marke von 50 Berufsträgern geknackt und ihre erfolgreichen Spezialisierungen weiter verfolgt. An diesem Punkt ist die im Kern mittelständische Sozietät aber nicht stehen geblieben, sondern hat in für die Kanzlei zentralen Bereichen schon die nächste Stufe gezündet: Die Federführung bei Geschäftsführer- u. Vorstandsmandaten und die damit verbundenen Haftungsfragen hat sie stärker vom Arbeits- ins Gesellschaftsrecht verlagert, um sie unternehmensseitig besser fokussieren zu können: eine Entwicklung, die ihren Ursprung nicht zuletzt im stetigen Fortkommen bei großen Unternehmen und Konzernen hat, das Orth Kluth im Gesellschaftsrecht, bei Transaktionen und im Prozessgeschäft verzeichnet. (…)
Das Wachstum, das Orth Kluth in den 16 Jahren seit ihrer Gründung neben Berufseinsteigern häufig mit Associates aus Großkanzleien bewerkstelligt hat, fordert ihr aber auch neue Strukturen ab. Gemeinsam mit ihren Partnern haben die Gründungsväter Dr. Robert Orth und Dr. Peter Kluth deshalb an den Associate- und Salary-Partnervergütungen gearbeitet und jedenfalls Letztere marktfähig gestaltet. Zur Umstrukturierung gehörte auch die Standardisierung der Karrierewege für den Nachwuchs. (…)

Empfohlen für: Arbeitsrecht; Gesellschaftsrecht; Handel und Haftung; M&A; Verkehrssektor.

Entwicklung: Ihr stetiges Wachstum und die Aufmerksamkeit, die Orth Kluth bei großen Konzernmandanten genießt, sind bemerkenswert. Beides gelingt der Kanzlei über ihre starken Fachbereiche und die konsequent verfolgte Strategie, hochwertige Beratung zu günstigen Preisen anzubieten. (…)”

JUVE Handbuch 2014/2015, S. 42, 66

Region Düsseldorf

“Bewertung: Die in D’dorf häufig empfohlene Kanzlei ist bei ihren Mandanten besonders für ihre „praxisnahe u. qualitätsvolle Beratungsleistung“ anerkannt. Über ihr Wachstum – die Marke der 50 Berufsträger ist geknackt – hat sie besser als viele ihrer örtl. mittelständ. Wettbewerber Spezialisierungen herausgebildet. Ein gutes Bsp. ist das Baurecht: In der zuletzt erneut mit einem Partner gewachsenen (von Frankonia) Praxis hat OK die bau- u. die immobilienrechtl. Arbeit zur Profilschärfung stärker separiert. Auch verlagerte sie die Federführung von GF- u. Vorstandsmandaten vom Arbeits- stärker ins Gesellschaftsrecht. Wie gut sich die mittelständ. orientierte Mandatsbasis ins Konzernumfeld erweitert hat, lässt sich besonders an Transaktionen ablesen. Hier war das anerkannte Team neben Hengeler für Gea im Zshg. mit dem Verkauf des HX-Segments aktiv.

Stärken: Breit angelegte Beratung zu von Mandanten oft positiv hervorgehobenem Preis-Leistungs-Verhältnis, zunehmend für Konzerne aktiv.

Empfohlen für: Gesellschaftsrecht u. M&A; dt. u. internat. Vertragsrecht; Handels- u. Wettbewerbsrecht; Arbeitsrecht; (Handel und Haftung); Verkehrssektor; Kartellrecht. (10 Eq.-Partner, 12 Sal.-Partner, 2 Counsel, 19 Associates, 1 of Counsel)”

JUVE Handbuch 2014/2015, S. 114, 121

Rechtsgebiet Handel und Haftung

“Bewertung: Weit über D’dorf hinaus prophezeien Wettbewerber dieser Praxis bereits den großen Durchbruch. Fakt ist, OK hat über die Jahre v.a. bei Haftungs- u. Versicherungsfällen in den Branchen Anlagenbau, Chemie u. zuletzt spürbar wachsend im Konsumgüterbereich überregional auf sich aufmerksam gemacht. Zu den regelm. handels- u. vertragsrechtl. Prozessen für ein Dax-Unternehmen gesellten sich erneut erstmalige Kontakte zu Großunternehmen in der Rhein-Ruhr-Region. Weil die Praxis so erfolgreich ist, konnte sie erneut mit 2 internen Sal.-Partnern u. div. Neueinstellungen wachsen. (3 Eq.-Partner, 4 Sal.-Partner, 6 Associates)

Mandate: QBE wg. Kautionsversicherung im Zshg. mit insolventer Alpine Bau Dtl.; lfd. Demag-Gruppe, Dywidag, Gea u. Terex in Prozessen; TecDax-Konzern bei Regress gg. Chiphersteller.”

JUVE Handbuch 2014/2015, S. 361

Rechtsgebiet M&A

“Bewertung: Für M&A geschätzte Kanzlei. Marktbekannt ist ihre Arbeit für Gea im Zshg. mit dem Verkauf des HX-Segments, wo die Kanzlei neben Hengeler aktiv war. Das Bsp. zeigt, dass die Kanzlei aufgr. ihrer Qualität u. des häufig von Mandanten gelobten Preis-Leistungs-Verhältnisses bei Konzernen gern gesehene Beraterin ist, weitere Transaktionen folgten bereits. Allerdings tut sich die Praxis schwer, über ihre Plätze auf div. Beraterlisten auch regelm. Geschäft zu generieren. Positiv entwickelt hat sich dafür das Transaktionsgeschäft mit Chinabezug.

Stärken: Von Mandanten häufig gelobte, kostengünstige Alternative zu Großkanzleien.

Häufig empfohlen: Dr. Peter Kluth („umf. u. pragmat. Lösungsansätze u. außergewöhnl. gutes Verständnis von Compliance-Themen, v.a. bei Korruptionsprävention u. der operativen Umsetzung“, Mandant), Dr. Robert Orth, Dr. Kai-Michael König, Boris Körner

Kanzleitätigkeit: Schwerpunkt im Gesellschaftsrecht sowie im dt. u. internat. Vertragsrecht. Mandantenkreis neben Mittelstand u. dt./internat. Konzernen zunehmend auch Finanzinvestoren. (5 Eq.-Partner, 2 Sal.-Partner, 2 Associates)

Mandate: Gea Group im Zshg. mit Kauf des HX-Segments; Gesellschafter der Pulcra-Chemicals-Gruppe bei Buy-out; Mehrheitsgesellschafter der Peqlab bei Verkauf an VWR; Brock Kehrtechnik bei Anteilsoption zugunsten chin. Staatskonzerns.”

JUVE Handbuch 2014/2015, S. 375, 389

Rechtsgebiet Verkehrssektor

“Bewertung: Geschätzte Kanzlei im Verkehrssektor mit sehr guten Kontakten zu priv. Verkehrsverbänden. Das Team um Dr. Anselm Grün vertrat Verbände u. priv. Verkehrsunternehmen als Beschwerdeführer im viel beachteten Kartellverf. der EU um Stromrabatte der Deutschen Bahn, was auch Folgemandate bzgl. Anspruchsverfolgung u. Marktöffnung generiert hat. Im Vergaberecht möchte die Kanzlei aktiver werden, bislang kommt sie auf dem Gebiet im Verkehrssektor nur zaghaft voran. Mit dem Counsel u. ehem. hess. Verkehrsminister Dieter Posch baute sie zuletzt v.a. die Arbeit im Planungsrecht aus. (2 Partner, 2 Associates, 1 Counsel, 1 of Counsel)

Mandate: Städtebahn Sachsen/Verkehrsverbund Oberelbe gg. DB Netz wg. SPNV-Regionalfaktoren; SBB u.a. zu Bahnstrom, Transportverträgen u. Infrastrukturzugang; RMS vergaberechtl.; TX Logistik, Captrain jew. in Verf. zu Bahnstrom u. Trasse; Keolis insbes. zu Bahnstrom; priv. Verkehrsverbände als Beschwerdeführer in EU-Kartellverf. gg. Deutsche Bahn wg. Strompreisen; div. Unternehmen zu Marktöffnung im Bahnstrommarkt.”

JUVE Handbuch 2014/2015, S. 541, 543

Rechtsgebiet Arbeitsrecht

“Bewertung: Das von mehreren Wettbewerbern als „kompetent, zuverlässig u. schnell“ gelobte D’dorfer Arbeitsrechtsteam um Dr. Guido Matthey hat über die letzten Jahre seine Aktivität immer stärker in Richtung Konzerne verlagert. Dabei beeindruckt, wie gut es der kleinen aber wachsenden Praxis gelingt, Unternehmensstrukturen zu durchdringen u. Mandatsbeziehungen auszuweiten. Gr. Umstrukturierungen bei div. Outokumpu-Gesellschaften, die Restrukturierung von Solarwatt u. die Einführung einer EU-IT-Matrixstruktur für QVC unterstreichen zudem das qualitativ hohe Niveau der Arbeit. Daneben entschied OK, die Beratung zu Führungskräfte- u. damit verbundenen Haftungsfragen unternehmensseitig zu fokussieren u. stärker als bisher an die Bereiche Gesellschaftsrecht u. Handel und Haftung anzudocken. (1 Eq.-Partner, 2 Sal.-Partner, 4 Associates)

Mandate: Lfd.: Bofrost (u.a. Ausgliederung), Gea, Abbelen, DFL; QVC u. Outokumpu bei Umstrukturierung; Solarwatt bei Restrukturierung.”

JUVE Handbuch 2014/2015, S. 238, 240

Rechtsgebiet Gesellschaftsrecht

“Bewertung: Für Gesellschaftsrecht empfohlene Kanzlei, die mittelständ. orientiert ist, ihre meisten Neumandanten allerdings überreg. u. im Konzernbereich gewinnt. Mandanten zeigen sich besonders von der „praxisnahen u. qualitätvollen Beratungsleistung“ begeistert. Zuletzt dehnte sich das Outokumpu-Mandat aus dem Vorjahr weiter in ein großes Umstrukturierungsmandat sowie ins Arbeitsrecht aus. Daneben begleitet die Kanzlei ihre Stammmandanten als Rundumberaterin, im vergangenen Jahr war sie bspw. regelm. zu Compliance-Themen gefragt. Die interne Umstrukturierung bezogen auf Karrieretrack u. Associate-Gehälter ermöglicht Orth Kluth nun weiteres Wachstum, das sie mit der Ernennung des bereits anerkannten Meyer zum Vollpartner unterstrich.

Stärken: Breit angelegte Beratung (Mittelstand wie Konzerne) mit moderater Kostenstruktur.

Häufig empfohlen: Dr. Robert Orth, Boris Körner, Dr. Marc Henze („kompetenter u. angenehmer Aktienrechtler“, „kompetent, zuverlässig u. schnell“, Wettbewerber), Dr. Kai-Michael König, Dr. Christian Meyer („Hengeler-Niveau, präziser geht’s nicht“, „kompetent, zuverlässig u. schnell“, Wettbewerber)

Kanzleitätigkeit: Schwerpunkt im Gesellschaftsrecht sowie im dt. u. internat. Vertragsrecht. Auch großvolumigere M&A-Deals. Mandantschaft: Mittelstand, regelm. auch dt. u. internat. Konzerne. Für (auch internat.) Finanzinvestoren tätig. (5 Eq.-Partner, 1 Sal.-Partner, 2 Associates)

Mandate: Outokumpu Stainless Holding wg. Standort- u. Beschäftigungssicherungsvertrag aller dt. Outokumpu-Gesellschaften; Outokumpu Nirosta u. Outokumpu EMEA bei Umsetzung von EU-Vorgaben im Rahmen der Fusion der Edelstahlsparte von ThyssenKrupp (Inoxum/Nirosta); ATU bei Organverträgen; lfd. Roth & Rau; dt. Mittelständler bei Beteiligung an Joint Venture in China.”

JUVE Handbuch 2014/2015, 283, 300

Marktanalyse Verkehrssektor

“Deutsche Bahn mit Kartellverfahren konfrontiert – Ein maßgebliches Thema im Verkehrssektor bilden weiterhin Streitigkeiten zwischen privaten Verkehrsunternehmen und der Deutschen Bahn. Diese will ihre Marktposition so weit wie möglich verteidigen, doch es gibt viele Angriffspunkte, unter anderem von kartell- und europarechtlicher Seite. Im Bahnstrommarkt musste die Deutsche Bahn innerhalb eines EU-Kartellverfahrens zuletzt wesentliche Zugeständnisse machen: Die Stromrabatte, von denen die Unternehmen der Deutschen Bahn profitierten, werden abgeschafft und der Markt wird für alternative Stromlieferanten geöffnet. (…)

Der Markt bleibt weiter klar aufgeteilt nach Mandantengruppen – Der Verkehrssektor ist aufgrund des Verdrängungswettbewerbs unter den Bahnunternehmen relativ streng unter den Marktteilnehmern aufgeteilt. Es gibt Kanzleien wie Orth Kluth und RWP Rechtsanwälte, die vor allem private Unternehmen beraten. Dagegen betreuen PricewaterhouseCoopers Legal und Schumann vor allem Aufgabenträger. Der Beraterkreis der Deutschen Bahn spitzt sich im Verkehrssektor oft auf Freshfields Bruckhaus Deringer zu, auch Redeker Sellner Dahs und Allen & Overy haben ihren Platz an der Seite des Konzerns. (…)”

JUVE Handbuch 2014/2015, S. 541